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14. August 2009 5 14 /08 /August /2009 13:04



"Hände weg von diesem Buch" - interessanter Titel. Wieso grade so ein Titel habe ich mich schon gefragt als ich das Buch auf dem Wühltisch gesehen habe. Gekauft habe ich es nicht, schlichtweg weil mich der Inhalt nicht interessiert, aber die Vermarktung finde ich genial. Allein das berühren-verboten-Schild ist ein richtiger Eyecatcher und erzeugt Unmengen von Aufmerksamkeit. Ich habe mal ein wenig recherchiert und rausgefunden das schon mehr als 120.00 Exemplare verkauft wurden, im Moment in der 10. Auflage.
Ich finde den Titel zwar ungewöhnlich, aber muss mit sehr viel Neid eingestehen das ich das Cover richtig gut finde. Obwohl, die Strategie mit der Werbung und dem "Not-Touch" Symbol auch nach hinten losgehen hätte können.

Eine kleine Kurzbeschreibung von Amazon, für die, die der Inhalt interessiert:

Kurzbeschreibung

Jan van Helsing zeigt in seinem Bestseller (über 165.000 verkaufte Exemplare allein in deutscher Sprache) die Welt aus einem anderen Blickwinkel. Wußten Sie, daß es Geheimgesellschaften gibt, die im Hintergrund die Fäden spinnen? Haben Sie davon Kenntnis, daß es heute noch Zivilisationen gibt, die in verborgenen unterirdischen Städten leben? Ist Ihnen eigentlich klar, daß in den USA ein paar Bankiersfamilien die Kontrolle über gesamte US-Währung haben und die Dollars an die Regierung gegen Zinsen verleiht? Hat Ihnen jemand erklärt, daß Sie mit Ihren Gedanken die Materie beeinflussen können und Sie die auch Macht haben, Ihr Leben selbst neu zu gestalten?

Jan van Helsing berichtet über diese Themen und ergänzt seine Recherchen auch durch etliche Eigenerlebnisse, so daß das Buch einen spannenden und höchst brisanten Streifzug durch die Geschichte darstellt, der dem Leser nie wieder aus dem Kopf gehen wird.
Quelle: Amazon

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Published by kreative-literatur - in Allgemein
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Kommentare

Jan 08/17/2009 18:03

Schon die Basis des "Bestseller"-Konzepts ist eine rein wirtschaftlich ausgelegte (gut, das sagt schon der Name, aber darüber denken die Meisten beim Klang dieses Wortes gar nicht mehr nach - nicht Verkaufsschlag, sondern Qualität klingt in den Ohren des gemeinen Kunden). Und das vermag zu Denken zu geben: Was haben kapitalismuslastige Wirtschaftskonzepte im Buchhandel zu suchen? Natürlich will und muss jeder Beteiligte sein gemessen Geld verdienen bei der jeweiligen Sache. Aber genauso wenig, wie ein Musiker einen "Manager" braucht, braucht ein Buch eine Übervermarktung.

kreative-literatur 08/17/2009 18:56


Am besten richtet man sich garnicht danach oder spielt Bingo :-) Neuerscheinungen in einem Zufallsgenerator und 10 Bücher raussuchen und tada, da hat man seine Bestseller. Ja gut, natürlich haben
ein paar Bücher auch ihren Rang in der Liste verdient.


Jan 08/17/2009 08:45

Der Bezug ist dem Kapitalisten hierbei ja egal. Dem Kunden übrigens auch: Er sieht das Deckblatt, denkt "Huch, das sieht aber interessant aus!" - dann dreht er das Buch um, liest den Klappentext (auch, wenn er nicht in den Klappen steht), denkt wieder "Huch, das hört sich aber interessant an!" - allerdings nicht in Zusammenhang mit dem Deckblatt, welches er in dem Moment verdrängt. Zuletzt fasst er zusammen, das Buch sei interessant und kauft es. Das ist der moderne, blöde Buchkäufer, wie ich ihn mir vorstelle. Und so läuft es ja mittlerweile durchaus schon, man denke nur einmal daran, wie sich die Leute heutzutage von nichtssagenden "Bestseller"-Listen beeinflussen lassen. "Lies das mal, das steht sogar auf Platz Eins." Was für ein Argument!

kreative-literatur 08/17/2009 12:48


Oh ja, vorallem sehr "nett" wenn die Buchhändlerin (oder die Verkaufhilfe, je nachdem) in der Buchhandlung Lobeshymnen aus dieses und jenes Buch singt, nur weil diese in den Top5 der
Spiegel-Bestsellerliste stehen.
Allein schon, dass diese manipuliert werden (ja, nicht immer, auch nicht oft, aber oft genug!) sollte einem zu denken geben.


Jan 08/16/2009 12:56

Mich hätte der Inhalt auch nicht angesprochen.

Aber: Ist es wirklich so lobenswert, das bei modernen Büchern immer öfter mehr Wert auf die Vermarktung als auf die Qualität gelegt wird? Es gab Zeiten, da wurde ein Buch überhaupt nicht "vermarktet", es wurde einfach geschrieben, veröffentlicht und in den Buchläden ausgelegt. Wer sich für den Inhalt interessierte, nahm es mit und las es. In den Zeiten gab es mehr Bücher, die auf dem Cover nicht mehr stehen hatten als Autor, Titel und Verlag. Diese Zeit wünsche ich mir zurück, obwohl ich sie nie miterlebt habe.

Sicher ist das rein objektiv gesehen eine tolle Marktstrategie für ein Buch. Aber mich persönlich lässt es eher an solchem Titel vorbeigehen, als dass ich dazu greifen würde - aus dem Grund, dass es auf mich einen eher unseriösen Eindruck macht und so wirkt, als wäre eine solche Aufmachung nötig gewesen, um den schlechten Text wettzumachen.

kreative-literatur 08/16/2009 15:12



Hallo Jan,


 


natürlich hast du recht, dass diese Art von Vermarktung nicht die feine Englische Art ist. Faziniert hat es mich, kaufen würde ich es auch nicht.


Dazu kommt noch, dass ich keinen erkennbaren Bezug von dem Titel zum Buch sehe?!


Lieben Gruß