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19. August 2009 3 19 /08 /August /2009 15:09



Bahnhof Köln, 5:34Uhr, -5°C Außentemperatur, IC374 - 25 Minuten Verspätung.

"Mist Mist Mist!" Schimpf eine dunkle Stimme im Schatten eines Kaffeeautomaten. Langsam aber stetig versucht sich Herr N. dahinter zu verstecken, sodass ihn niemand sieht - falsch gedacht. Natürlich wird er angesprochen, angepöbelt und ein Mann hat ihn sogar bespukt. "Wieso habe ich nichts geschietes gelernt?" fragte er sich zum wahrscheinlich zwanzigsten Mal an diesem Morgen. Herr N. ist Zugführer und sollte eigentlich mit dem IC374 um 5:31 seine Schicht antreten und von Köln nach München fahren. Aber wie das Leben manchmal so spielt, gab es wohl in der Nacht ein Unwetter auf der Strecke und diese sei nun gesperrt.

Zumindest gibt es für Überstunden theoretisch frei.

"Hallo! Sie! Hallo!?" brüllt es von dem anderen Ende des Bahnsteiges. "Ja? Sie? Kennen Sie die Tageszeiten nicht? Es heißt guten Morgen!". Herr N. wurde von einer Dame mittleren Alters perplex angeschaut. "Entschuldigung, guten Morgen Herr Schaffner, ich habe eine Frage an Sie. Wissen Sie ob dieser Zug auch nach Hamburg fährt? Meiner hat Verspätung". Erwartungsvoll wurde Herr N. angeschaut. Nein, jetzt geht es nicht mehr!, dachte er sich. "Schauen Sie doch mal auf die Anzeigetafel gute Frau, was steht da oben?" "München", antwortete sie. "So und jezt überlegen Sie mal ganz scharf, wo liegt denn München? Liegt Hamburg auf der Strecke zwischen Köln-München?" "Nein." "Na also! Super haben Sie da sgemacht!" antwortete Herr N. leicht genervt.


Patienten und Pflegefälle zwischen Köln und München Teil 1




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7. August 2009 5 07 /08 /August /2009 14:56

So, dann lasse ich euch mal an meiner kleinen Kurzgeschichte/Satire, nennt es wie ihr wollt, teilhaben lassen. Vorweg muss ich sagen, dass ich einen wirklich guten Überblick habe was das Bahnerleben betrifft. Natürlich aus der Sicht der Zugchefs und Lokführer, als auch die “einfache” Sichtweise einer Reisenden.

 

Der Text soll natürlich niemanden provozieren und ist eher lustig gemeint, obwohl im Hintergrund viel wahres steht. Ich werde die Geschichte in unregelmäßigen Abständen erweitern, vielleicht postet ja der ein oder andere eine bestimmte Sichtweise oder Situation die mich kreativ werden lässt, sodass ich (mal wieder) ganze Passagen umschreiben muss… :-) Los geht’s:




Patienten und Pflegefälle zwischen Köln und München 

“Eine Bahnfahrt die ist lustig, eine Bahnfahrt die ist schön…” so denkt nicht jeder.

Die Zugchefs, auch Kontrolleure genannt, sind natürlich immer die “Bösen”, sie werfen Bäume auf die Gleise, nur damit die Reisenden ihren Anschlusszug oder den Flieger in den Urlaub verpassen. Genauso halten sie auch einfach wahllos auf freier Strecke, einfach nur um ungestört Kaffeetrinken zu können. Danach meckern die Reisenden unverschämterweise auch noch über den Service der Bahn. Warum? Natürlich eben weil die Zugchefs dies alles zu ihrer Freude machen. Diese verdienen natürlich auch unglaublich viel Geld, ausschließlich für das lochen von Fahrkarten, mehr machen diese ja nicht.

Eine fast wahre Geschichte beginnt…

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